Das
ehemalige Landgut Borken liegt an einem Nebenweg, etwa 6 km nördlich
von Rastenburg (Kêtrzyn).
Von der Ortsgeschichte ist wenig bekannt. Ende des 19. Jh. gehörte
das Gut mit einem Vorwerk und 280 ha Land der Familie Gerwais. In
den 1920er Jahren gelangte es mit nur noch 180 ha Land in den Besitz
der Familie Becker.
Es ist eine kleine sehr verfallene Anlage. Übrig geblieben sind nur
Reste des Gutsparks, der Wirtschaftgebäude und das dem Verfall nahe
Gutshaus, das wohl noch in der ersten Hälfte des 19. Jh. erbaut wurde.
Obwohl fast eine Ruine, so ist es mit seinen klassizistischen Zügen
trotzdem beachtenswert. |
An
den Proportionen des Baukörpers und den Architekturdetails ist immer
noch die einstige gute Bauklasse erkennbar. Der Baukörper stammt noch
aus der Barockzeit, die Details sind schon klassizistisch.
Es ist ein eingeschossiger Bau mit einem Krüppelwalmdach, angelegt
über einem rechteckigen Grundriss. In der Mitte der Frontfassade sind
drei Achsen als zweigeschossiger Risalit vorgezogen. Über der vorgesetzten
breiten Treppe ruhte ein von vier Holzsäulen gestützter Balkon. Im
Risalit sieht man Rundbogenfenster mit schönen Holzarbeiten. Den Putzbau
belebte einst interessanter Architekturdekor. Teilweise wird das Haus
noch bewohnt. Eigentum der AWRSP. |